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Politik

Klimaschutz, Arbeitsplätze – und Merkel mittendrin

Montag, 8. Dezember 2008 - 12:22 Uhr

Eigentlich wollte ich den (bestimmt auch recht oberflächlichen) Beitrag gar nicht an unserer Kanzlerin, Angela Merkel, aufhängen, allerdings steht sie wohl repräsentativ für diejenigen, die den politischen Kurs in unserem Land bestimmen. Auf jeden Fall ist in den bekannten Online-Nachrichtenmagazinen (Spiegel, Focus, u.v.m.) heute morgen zu lesen, dass sich Frau Merkel auf einen Kurswechsel bezüglich des Umweltschutzes begeben habe.

Die klimapolitischen Ziele dürften nicht über der Erhaltung von Arbeitsplätzen stehen, oder anders herum (Merkel gegenüber der BILD):

“Der EU-Gipfel wird keine Klimaschutzbeschlüsse fassen, die in Deutschland Arbeitsplätze oder Investitionen gefährden. Dafür werde ich sorgen.”

Die Aussage klingt natürlich toll, in diesen Zeiten der Rezession und, viel schlimmer, der Angst vor derselben. Ob das aber langfristig und nachhaltig der richtige Weg ist? Mir haben sich letztens schon die Fußnägel hochgerollt, als der Wiedereinstieg in die Atomenergie auf den Tisch gebracht wurde. Danach werden Arbeitsplätze in der Automobilindustrie durch Millionenpakete gesichert, die bedroht sind, weil der Fokus der Hersteller auf Produkten liegt, die von Bänkern und Aktienspekulanten gekauft werden – dumm gelaufen.

Aber das ist wohl ein anderes Thema. Auf jeden Fall sollte man sich als Bürger fragen, ob die Politiker da oben den eingeschlagenen Weg denn auch einigermaßen glaubwürdig beschreiten. (Natürlich muss man da, als fair denkender Mensch, auch die Beobachtung mit einbeziehen, dass von vier Jahren Regierungsperiode auch immer mindestens sechs Monate für Dauerwahlkampf draufgehen. In der Zeit müssen sich die zu Wählenden ja zwangsläufig nach Trends richten.)

Hm, reichlich unstrukturiert, das Geschreibsel? Passt ja :-) Also nochmal in kurz: Merkel findet Umweltschutz plötzlich doof, dafür sollten Arbeitsplätze gesichert werden. Jan meint, die beiden Themen müssen in Zukunft Hand in Hand gehen. Und eine Ausrichtung z.B. der Energieindustrie oder der Automobilbranche auf die gestiegene Aufmerksamkeit bzgl. der Umwelt-Thematik hätte ihnen auch nicht geschadet.

Noch was zum Schmunzeln:
30.01.2007, Merkel kämpft für Autokonzerne gegen EU-Pläne
05.03.2007, Merkel will radikalen EU-Aktionsplan

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4 Reaktionen zu “Klimaschutz, Arbeitsplätze – und Merkel mittendrin”

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  1. Frank

    Wenn der EU-Gipfel denn Beschlüsse fassen würde, die in Deutschland Arbeitsplätze und Investitionen schaffen, z.B. im Hinblick auf neue Energien, dann wäre ja auch alles supi.

  2. Finanzblog » Blog Archive » Das eine Rettungspaket scheitert, das andere kommt in Gang

    [...] soll, und macht nur etwa ein Prozent der Wirtschaftsleistung unseres Landes aus. Nächstes Jahr soll laut Merkel ein weiteres Maßnahmenpaket geprüft werden, bzw., ob ein solches überhaupt notwendig [...]

  3. Kiri

    Die Krise hat uns weiterhin im Griff….

  4. Ignatz Gabriel

    Die Atompolitik der Bundesregierung ist doch ein einziger Witz. In der Bundestagsdebatte windet sich Frau Merkel und man spürt förmlich das Unbehagen. Dieses, möglicherweise verfassungwidrige, Vorgehen ist so frech wie dumm. Das könnte wirklich der oft schon angesprochende Anfang vom Ende ihrer Kanzlerschaft sein.

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