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Pans Labyrinth
Donnerstag, 22. Februar 2007 - 23:38 Uhr
Eines vorweg: Dieser Film verdient das Prädikat abgefahren. Ob im Sinne von “Der Zug ist abgefahren!” (Hey, so nen Gag hatte Ehrensenf heute auch!) oder sonstwie, nun ja, es soll Leute geben, die das positiv deuten können.
Auf jeden Fall ging ich ja doch mit einigen Erwartungen in den Film, die Kurzbeschreibung hörte sich nicht schlecht an und auch die Nominierung für den Fremdsprachen-Oscar ist ja ein stichhaltiges (darauf komme ich zurück) Argument. Schließlich sah’s dann nach einer Runde Gooooooglen auch bei den Kritiken gut aus.
Tja, jetzt im Nachhinein glaube ich zu wissen, warum im Kinoheftchen (von dieser Woche) die komplette (!), ja, die komplette (!!) Handlung des Films geschrieben steht (!!!).
Pans Labyrinth schafft es irgendwie, zwischen einer Märchenerzählung, die auch einem Kinderfilm gerecht würde (ja, außer dem Vieh mit ohne Augen) – es kommt zum Beispiel eine Alraune (> Harry Potter) vor – und einfach mal ziemlich ekligen Kriegsdarstellungen hemmungslos hin- und herzuwechseln. Also ich meine, es ist ja fein, wenn sich ein Hauptmann die Schnittwunde im Gesicht selbst nähen kann, aber irgendwie auch schon ein bisschen grenzwertig. Für sowas kann ich mir auch Saw I, Saw II oder Saw III anschauen.
An dieser Stelle vielleicht ein Zitat von Cineplex.de:
Eine wunderbare Parabel über die Macht der Träume, ein ergreifendes Plädoyer für die Kraft von Liebe und Hoffnung. Pans Labyrinth ist eine inhaltlich spannende und optisch ausufernde Gothic-Fantasy-Erzählung, die ebenso gefühl- wie kunstvoll zwischen heroischem Freiheitskampf und dunklem Märchen pendelt. (Quelle)
Es mag ja sein, dass ich ein Kulturbanause bin, und es mag auch sein, dass ich diesen Film weder verstanden noch ernst genommen habe, aber er ist weder “optisch ausufernd” noch in irgendeiner Form “Gothic”.
Aber gut, es bilde sich jeder seine eigene Meinung, meine steht hier.
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